Pressemeldungen

18. Februar 2016

Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg lobt zum zweiten Mal CLEMENS AUGUST PREIS aus –
3000 Euro für innovatives Bauen im privaten Bereich

Bonn/Rhein-Sieg – 2016  wird Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg zum zweiten Mal den CLEMENS AUGUST PREIS für innovatives Bauen im privaten Bereich ausloben. Das Projekt wird von der  Volksbank Bonn Rhein-Sieg unterstützt. Der Preis ist mit 3000 Euro dotiert. Bewerbungen aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis nimmt die Hauptgeschäftsstelle, Oxfordstraße 2, 53111 Bonn, ab sofort entgegen. Einsendeschluss ist der 16. September 2016. Eine hochkarätige Jury aus Stadtplanung, Architektur, Finanzierung und Technik unter Vorsitz von Nikolaus Decker, Vorsitzender des Bundes Deutscher Architekten Bonn/Rhein-Sieg  wird die Auswahl treffen. Die Preissumme kann dabei auch aufgeteilt werden. Der Preis wird am 27. Oktober  im Bonner Volksbank-Haus überreicht werden. Die Veranstaltung moderiert Volker Groß, Moderator des Morgenmagazins von Radio Bonn/Rhein-Sieg.

Lichtdesigner Andreas Schulz war 2014  erster Träger des CLEMENS AUGUST PREISES von Haus & Grund Bonn/ Rhein-Sieg
Professor Andreas Schulz hieß der erste Träger des CLEMENS AUGUST PREISES von Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg. Ausgezeichnet wurde sein Mehrfamilienhaus „süd stadt wohnen“ im Poppelsdorfer Jagdweg 16 a. Die Jury  hatte das Gebäude aus 24 Vorschlägen von 21 Eigentümern ausgewählt. Sie entschied sich für das von den Bonner Architekten Johannes und Andreas Martini entworfene Bauwerk, weil das Gebäude auf einer unbebauten Baulücke sich in Maßstab, Proportion, Material und Farbgebung der Fassaden der Umgebung mit zeitgemäßer Architektur einfügt „ohne sich anzubiedern“.  Bauliche Nachbarn des preisgekrönten Objektes sind die frühere Politkneipe Hoppegarten, das ehemalige Soenneckenwerk, die zerstörte Poppelsdorfer Synagoge und ein Ensemble von denkmalgeschützten Häusern, zu denen das Projekt „respektvollen Abstand hält“.

Die Philosophie des Clemens-August-Preises
Ideengeber Werner P. D’hein, Vorstandsmitglied der Eigentümergemeinschaft und Chefredakteur von „Haus & Grund aktuell“ erläutert die Philosophie des Preises: „Private Bauherren und ihre Architekten prägen das Bild von Städten und Gemeinden entscheidend. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag zur Stadtgestaltung und erfüllen damit eine gesellschaftliche und soziale Aufgabe.“ Der Preis spricht private Bauherren an für Neubau, Umbau, Sanierung und Restaurierung mit  Qualität und modernen, umweltschonenden Technologien.

H&G-Hauptgeschäftsführer Helmut Hergarten: „ Es geht um das  private Bauen. Zielgruppe  sind Frauen und Männer, die sich nicht in erster Linie durch Gewinnmaximierung leiten lassen, sondern für die Eigentum auch Verpflichtung bedeutet.  Der Preis ist so angelegt, dass sich prinzipiell jedes Mitglied von Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg, aber auch jeder andere private Bauherr mit Projekten in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis beteiligen kann.“

Zielgruppe Privat – Bandbreite groß
Hauptgeschäftsführer Helmut Hergarten wies auf die Besonderheit dieses Preises hin. Es sei nicht nur die Zielgruppe, sondern auch die Qualifikationsbreite, in der preiswürdige Maßnahmen möglich sind. Damit unterscheide sich dieser Preis von vielen anderen, die auf  ganz konkrete Einzelziele (z.B. ausschließlich energetische Innovationen) ausgerichtet seien. Die Idee wurde auf einer Vorstandsklausur 2012 auf Vorschlag von Werner D’hein entwickelt und von einer Arbeitsgruppe konkretisiert, an der auch die Stadtplanerin Andrea Hankel und H&G-Pressesprecher Friedel Frechen, beide Mitglieder des Vorstandes, sowie Wilhelm Wester, Kommunikationschef der Volksbank Bonn/ Rhein-Sieg, beteiligt waren.

Warum Clemens August?
Der Preis wird nach Kurfürst Clemens August benannt, dem bekanntesten und wohl auch politisch bedeutendsten der Kölner Kurfürsten, die von Bonn aus regiert haben. Gemeint aber ist die Bautätigkeit aller „Bonner“ Kurfürsten, die in Bonn selbst (Schlösser/Redoute), aber auch auf dem Gebiet des heutigen Rhein-Sieg-Kreises und darüber hinaus maßgebliche städtebauliche Strukturen oder Solitäre geschaffen haben, die heute noch Stadtgrundrisse oder Ortsmittelpunkte prägen. Dazu gehören auch Parks und Grünplanungen (z.B. Poppelsdorfer Allee). Das war bereits  vorausschauender Umweltschutz.

Werner P. D‘hein: „Clemens August steht stellvertretend für den Gestaltungswillen der früheren Landesherrn in ihrer Residenzstadt Bonn und der Region“.

Was wird ausgezeichnet?
Der CLEMENS AUGUST PREIS 2016 zeichnet Projekte privater Bauherren aus, deren gestalterische, konstruktive und technologische Qualität von hoher Innovationskraft geprägt ist. Darüber hinaus werden auch Bauten prämiert, die sich auf besondere Weise mit der Bewältigung aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen befassen und Wege zu deren Lösung aufzeigen.

Architekten, Ingenieure und Bauherren sind eingeladen, im Bereich Bonn/Rhein-Sieg in den letzten 10 Jahren realisierte Projekte des privaten Wohn- und Infrastrukturbaus einzureichen. Infrage kommen sowohl Neubau als auch Umbau und Sanierung

Beurteilungskriterien vom BDA-Vorsitzenden entwickelt
Die Beurteilungskriterien entwickelte Architekt Nikolaus Decker. Der Vorsitzende des Bundes Deutscher Architekten (BDA) in der Region Bonn/Rhein-Sieg, der die Preisidee unterstützt und als Jurymitglied an der Auswahl teilnehmen wird, erläutert die Kriterien: Architektonische und städtebauliche Qualität, innovativer und materialgerechter Einsatz von Baustoffen, Beitrag zum energieeffizienten und nachhaltigen Bauen, funktionale Aspekte und Nutzungsflexibilität, Beitrag zur Lösung aktueller gesellschaftlicher ( z.B. Demografie, Barrierefreiheit) und umweltrelevanter (z.B. Hochwasserschutz, Verbesserung des Stadtklimas) Herausforderungen.

Jury
Neben Decker gehören der Jury an: Sabine Meister, (Generalbevollmächtigte der Volksbank Bonn Rhein-Sieg eG), Architekt Helmut Görgen, (stv. Vorsitzender Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg),  der noch zu wählende künftige Stadtbaurat der Stadt Bonn,  Celia Schütze, (EnergieAgentur), Barbara Guckelsberger, (Technische Beigeordnete der Stadt Siegburg), Karl-Reiner Meurer, (Obermeister der Baugewerksinnung), der Bonner Architekt Ralph Schweitzer  und Geschäftsführer Markus Gelderblom, (Haus & Grund Service GmbH).

25. August 2014

Preisverleihung am 30. September 2014 im Haus der Volksbank Bonn Rhein-Sieg

Die Preisverleihung findet am Dienstag, 30. September, 18.30 Uhr, im Haus der Volksbank Bonn Rhein-Sieg statt. Die Bank ist Kooperationspartner von Haus & Grund Bonn Rhein-Sieg bei der Auslobung des Preises.

Mitglieder und die interessierte Öffentlichkeit sind zu der Veranstaltung eingeladen.

Der Preis

Der CLEMENS AUGUST PREIS zeichnet Projekte privater Bauherren aus, deren gestalterische, konstruktive und technologische Qualität von hoher Innovationskraft geprägt ist. Das gilt auch für Bauten, die sich mit der Bewältigung aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen befassen und Wege zu deren Lösung aufzeigen. Die Idee hatte Haus & Grund-Vorstandsmitglied Werner P. D’hein.

25. August 2014

Trommer spricht bei Preisverleihung

Der langjährige Bonner Stadtbaurat Sigurd Trommer, ehemaliger Präsident der Bundesarchitektenkammer, wird bei der Preisverleihung sprechen. Sein Thema: „Baukultur: Wichtiger Faktor für die Stadtzukunft“.

24. August 2014

Auswahlverfahren beginnt – 48 Stunden für Kurzentschlossene – Jury tagt in der Volksbank Bonn Rhein-Sieg

Noch 48 Stunden
Der erstmals von Haus & Grund Bonn/Rhein-sieg mit 3000 Euro dotierte CLEMENS AUGUST PREIS ist auf der Zielgeraden. Kurzentschlossene haben nur noch gut 48 Stunden Zeit, um ihre Projekte einzureichen. Haus- und Grund-Hauptgeschäftsführer Helmut Hergarten: „Alles, was bis zum 26. August im Briefkasten ist, kommt in die Bewertung. Adresse: Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg, Oxfordstraße 2, 53111 Bonn. Mail: bonn[at]hug-bonn.de. Tel: (0228) 9692670.

Jury tagt in der Volksbank Bonn Rhein-Sieg
Die Jury wird im September zusammentreten, um die Einsendungen zu bewerten. Neu im Team der Expertinnen und Experten ist Architekt Peter Baumgärtner BDA von der Gruppe Kühnel. Baumgärtner vertritt Architekt Ralph Schweitzer, der aus terminlichen Gründen an der Jury-Sitzung nicht teilnehmen kann.

25. April 2014

Clemens August, der barocke Bauherr – Prachtallee ersetzt das Kanalprojekt

Kurfürst Clemens August (1723-1761) steht Pate für den neu ausgeschriebenen Preis von Grund & Haus Bonn/Rhein-Sieg für innovatives Bauen. Wie in Ausgabe 9/2013 berichtet, stiftet der Verein alle zwei Jahre diese Auszeichnung, zusammen mit seinem Partner Volksbank Bonn Rhein-Sieg, beginnend 2014. H&G-Vorsitzender Hans-Rudolf Sangenstedt: „Ganz bewusst haben wir Clemens August als Patron und Namens-Geber für unseren Preis gewählt. Er steht stellvertretend für die übrigen Kölner Kurfürsten des barocken Zeitalters, die ihre Residenzstadt Bonn städtebaulich für die Nachwelt geprägt haben.“

Wer war dieser prunkliebende Fürst und Bischof? Unter allen Kölner Kurfürsten ragt Clemens August von Bayern (1723 – 1761) als der populärste hervor. Ihm verdankt die Region die meisten Barock- und Rokoko-Prachtbauten in Bonn und Brühl, gestaltet von den zu dieser Zeit bedeutendsten Architekten Balthasar Neumann, Johann Conrad Schlaun, Francois de Cuvilliés und Michael Leveilly, auf dessen Reißbrett auch das Alte Rathaus am Markt seine Rokoko-Formen annahm.

Schöpfer der Popp-Allee
Clemens August aus dem  Geschlecht der bayrischen Wittelsbacher liebte das Leben und schöne Frauen, begeisterte sich an Prunk und Pomp, führte das barocke Treiben am Rhein zu seinem Höhepunkt. Der kurfürstliche Hofstaat wuchs und wuchs, rauschende Feste und glanzvolle Empfänge in den Schlössern genossen legendären Ruf in Adelskreisen. Der Kurfürst galt als einer der leidenschaftlichsten fürstlichen Jäger seiner Zeit, seine ausladenden Jagdgesellschaften waren berühmt und begehrt. Clemens August gefiel sich als Mäzen der Schönen Künste, vom Regieren seines Territoriums und erst recht vom priesterlichen Auftrag hielt er eher wenig. Dies erscheint umso erstaunlicher, weil er bereits Bischof von Münster und Paderborn (1719) war, als er 1923 in Personalunion Köln übernahm und 1924 auch noch Bischof von Hildesheim und Osnabrück und 1732 Hochmeister des Deutschen Ordens wurde und damit eine weltliche und kirchliche Machtfülle vereinte, die vor ihm kein anderer Kölner Kurfürst hatte.

Die repräsentative Poppelsdorfer Allee (unser Titelbild), eine der Hauptattraktionen von Bonn, ist die von Clemens August geschaffene herrliche, einen Kilometer lange Achse zwischen dem Residenzschloss von 1697 (heute Universität) in der heutigen City und dem Sommerschloss Clemensruhe („Poppelsdorfer Schloss“). Nach der Vorstellung des barocken Bauherrn sollte sich diese Achse bis zur Kirche auf dem Kreuzberg – auch sie verdankt ihr heutiges prachtvolles Bild Clemens August - fortsetzen. Diese Aussicht, die sich dem Herrscher vom (Kaiserplatz-)Balkon seiner Stadtresidenz bot, gehörte zu einem geplanten System von Blickbeziehungen und Alleen quer durch den Kottenforst bis zu den Schlössern Augustusburg und Falkenlust  in Brühl, die aber mangels Masse und Zeit nicht verwirklicht werden konnten.

Teil des Schlossgrabens
Die Absicht seines Vorgängers Joseph Clemens, auf der Poppelsdorfer Allee einen Kanal anzulegen, blieb aus Kostengründen zugunsten von Kastanienreihen in den Schubladen. Heute säumen die Prachtstraße neben den Bäumen viele vom Zweiten Weltkrieg verschonte „herrschaftliche“ Bürgerhäuser aus der Gründerzeit vor und um 1900 mit reichen Stuckfassaden, vor allem an der „bel étage“, dem repräsentativen Mittelgeschoss. Unter der Hausnummer 47 die von 1840 bis 1845 nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel gebaute klassizistische Universitätssternwarte, heute Volkssternwarte.

Am Ende der Poppelsdorfer Allee das vierflügelige Poppelsdorfer Schloss, 1715 unter Joseph Clemens als Nachfolgebau eines früheren gotischen Wasserschlosses begonnen und 1753 unter Clemens August nach Plänen des genialen fränkischen Baumeisters Balthasar Neumann (u. a. Würzburger Residenz) vollendet. Ein Teil des Schlossgrabens ist als „Poppelsdorfer Weiher“ erhalten. Der das Schloss umgebende Botanische Garten dient heute in erster Linie Forschungs- und Studienzwecken, ist aber auf jeden Fall einen Besuch wert. Die Anlage wurde 1819 aus dem ehemaligen kurfürstlichen Schlossgarten gestaltet.

Werner D‘hein

17. Januar 2014

Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg lobt erstmals CLEMENS AUGUST PREIS aus – Preis für innovatives Bauen im privaten Bereich

 

Erstmals wird Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg den CLEMENS AUGUST PREIS für innovatives Bauen im privaten Bereich ausloben. Das Projekt wird von der Volksbank Bonn Rhein-Sieg unterstützt. Der Preis ist mit 3000 Euro dotiert. Bewerbungen aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis nimmt die Hauptgeschäftsstelle, Oxfordstraße 2, 53111 Bonn, ab sofort entgegen. Einsendeschluss ist der 19. August 2014. Eine hochkarätige Jury aus Stadtplanung, Architektur, Finanzierung und Technik wird die Auswahl treffen. Die Preissumme kann dabei auch aufgeteilt werden. Der Preis soll erstmals am 30. September im Bonner Volksbank-Haus überreicht werden.
Die Teilnahme von privaten Hausbauern aus dem Rhein-Sieg-Kreis ist ausdrücklich erwünscht.

Die Philosophie des Clemens-August-Preises

Ideengeber Werner P. D'hein, Vorstandsmitglied und Chefredakteur von „Haus & Grund Aktuell" erläutert auf der Pressekonferenz die Philosophie des Preises: „Private Bauherren und ihre Architekten prägen das Bild von Städten und Gemeinden entscheidend. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag zur Stadtgestaltung und erfüllen damit eine gesellschaftliche und soziale Aufgabe." Der Bauboom setze sich in der Region Bonn/Rhein-Sieg fort. Gefragt sei privates Bauen, Umbauen, Erneuern mit Qualität und modernen, umweltschonenden Technologien. Es geht um das private Bauen. Zielgruppe seien Frauen und Männer, die sich nicht in erster Linie durch Gewinnmaximierung leiten lassen, sondern für die Eigentum auch Verpflichtung bedeutet. Der Preis ist so angelegt, dass sich prinzipiell jedes Mitglied von Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg, aber auch jeder andere private Bauherr mit Projekten in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis beteiligen kann.

Zielgruppe Privat – Bandbreite groß
Hauptgeschäftsführer Helmut Hergarten wies auf die Besonderheit dieses Preises hin. Es sei nicht nur die Zielgruppe sondern auch die Qualifikationsbreite, in der preiswürdige Maßnahmen möglich sind. Damit unterscheide sich dieser Preis von vielen anderen, die auf ganz konkrete Einzelziele (z.B. ausschließlich energetische Innovationen) ausgerichtet seien. Die Idee sei vor knapp zwei Jahren auf einer Vorstandsklausur auf Vorschlag von Werner D'hein entwickelt und von einer Arbeitsgruppe konkretisiert worden, an der auch die Stadtplanerin Andrea Hankel und H&G-Pressesprecher Friedel Frechen, beide Mitglieder des Vorstandes, beteiligt waren.

Warum Clemens August?

Der Preis wird nach dem Bonner Kurfürsten Clemens August benannt, dem bekanntesten und wohl auch politisch bedeutendsten der Kurfürsten, die von Bonn aus regiert haben. Gemeint aber ist die Bautätigkeit aller „Bonner" Kurfürsten, die in Bonn selbst (Schlösser/Redoute), aber auch auf dem Gebiet des heutigen Rhein-Sieg-Kreises und darüber hinaus maßgebliche städtebauliche Strukturen oder Solitäre geschaffen haben, die heute noch Stadtgrundrisse oder Ortsmittelpunkte prägen. Dazu gehören auch Parks und Grünplanungen (z.B. Poppelsdorfer Allee). Das war bereits vorausschauender Umweltschutz.
Helmut Hergarten: „Clemens August steht stellvertretend für den Gestaltungswillen der früheren Landesherrn in ihrer Residenzstadt Bonn und der Region".

Was wird ausgezeichnet?
Der Clemens-August-Preis zeichnet Projekte privater Bauherren aus, deren gestalterische, konstruktive und technologische Qualität von hoher Innovationskraft geprägt ist. Darüber hinaus werden auch Bauten prämiert, die sich auf besondere Weise mit der Bewältigung aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen befassen und Wege zu deren Lösung aufzeigen.
Architekten, Ingenieure und Bauherren sind eingeladen, im Bereich Bonn/Rhein-Sieg in den letzten 10 Jahren realisierte Projekte des privaten Wohn- und Infrastrukturbaus einzureichen. Infrage kommen sowohl Neubau als auch Umbau und Sanierung

Beurteilungskriterien vom BDA-Vorsitzenden entwickelt
Die Beurteilungskriterien entwickelte Architekt Nikolaus Decker. Der Vorsitzende des Bundes Deutscher Architekten (BDA) in der Region Bonn/Rhein-Sieg, der die Preisidee unterstützt und als Jurymitglied an der Auswahl teilnehmen wird, erläutert die Kriterien: Architektonische und städtebauliche Qualität, innovativer und materialgerechter Einsatz von Baustoffen, Beitrag zum energieeffizienten und nachhaltigen Bauen, funktionale Aspekte und Nutzungsflexibilität, Beitrag zur Lösung aktueller gesellschaftlicher ( z.B. Demografie, Barrierefreiheit) und umweltrelevanter (z.B. Hochwasserschutz, Verbesserung des Stadtklimas) Herausforderungen.

Jury
Neben Decker gehören der Jury an: Stefan Lachnit, Vorstand Volksbank Bonn Rhein-Sieg eG, Helmut Görgen, Architekt, stv. Vorsitzender Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg, Werner Wingenfeld, Stadtbaurat, Ralph Schweitzer, Architekt, Celia Schütze, EnergieAgentur Bonn, Barbara Guckelsberger, Technische Beigeordnete der Stadt Siegburg. Hinzu kommt noch ein Vertreter der Baugewerksinnung.